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Die Stadt am Ende der Zeit: RomanQuelle: AmazonISBN: 3453523415 16,00 EUR
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Features
Beschreibung
Kunden Meinungen
Nichts verstanden...
Datum:20.07.2010 - Rating: 1/5Ich habe das Buch zwar ganz durchgelesen, habe aber leider nicht verstanden worum es den in dieser Story überhaupt geht.
- in der Gegenwart springen einige Protagonisten zwischen Parallelwelten hin und her, und werden dabei von anderen Protagonisten verfolgt.
- in der Zukunft zerstört ein Typhon das Multiversum and die damit verbundene Zeitlinien. Es gibt keine richtige Erklärung wobei es sich um dieses Typhon handelt, allerdings wird das Typhon am Ende von Katzen umgebracht.
- die Stadt am Ende der Zeit wird von einem Realitätsgenerator geschützt... was zum Teufel ist ein Realitätsgenerator und wie wirkt er dem Typhon entgegen?
- dann gibt es da noch eine riesige Bibliothek in der Zukunft und eine kleinere in der Gegenwart.
- Selbstverständlich sind verschiedene Personen gegen die Kräfte des Typhon immun da sie spezielle Bücher bei sich tragen
- auch stehen einige Protagonisten der Gegenwart mit solchen aus der Zukunft durch Träume in Verbindung, aber warum?
- natürlich kommen auch Integralläufer in dieser Story vor.
- für einen grossen Teil der Protagonisten geht die Story nicht weiter, irgendwann werden Sie einfach nicht mehr erwähnt, der Typhon hat warscheinlich diesen Part vernichtet...
Alle die jetzt verstanden habe was ich erklärt habe können das Buch ruhig lesen. Nur dann kennen Sie den Schluß auch schon...
Schöner Leben durch Physik - Schwere Kost
Datum:19.07.2010 - Rating: 4/5Die achtzehnjährige Ginny nimmt Zuflucht in einem Lagerhaus voller alter Bücher, bewacht von einem alten Mann namens Arthur Conan Bidewell, der in den Abweichungen der Bücher vom Original, Hinweise auf das Ende der Welt sucht.
Der vierundzwanzigjährige Jack Rohmer, ein Jongleur, ein Lebenskünstler, leidet unter Blackouts, in welchen er mit einem jungen Mann aus der Stadt am Ende der Zeit zeitweilig den Körper tauscht.
Daniel Patrick Iremonk, ein Wanderer zwischen den Welten. Wenn es für ihn eng wird, wechselt er den Körper.
Max Glaucous, ein Glücksjäger und Vogeljäger auf der Suche nach Integralläufern.
Jebrassy und Tiadba, zwei Nachgezüchtete und zwei Liebende aus der Stadt am Ende der Zeit.
Über all dies wacht in einer Stadt am Ende der Zeit, geschützt nur noch durch Realitätsgeneratoren, eine Gerontokratie aus Unsterblichen, die durch und durch von der eigenen unübertrefflichen Weisheit überzeugt ist mit Polybiblios und seinen Epitomen an deren Spitze.
Dieses Buch ist echt schwere Kost und zwar in mehrfacher Hinsicht. Zum einen hat das Buch das Format und das Gewicht eines Backsteins. Mit kleinerer Schrift und etwas dünnerem Papier wäre es deutlich handlicher gewesen.
Zum anderen ist dieses Buch eine Geschichte auf der Basis der Quantenphysik, Greg Bears literarische Interpretation der Quantenmechanik. Es geht um Philosophie, Realität, Zeit und Parallelwelten (hier Schicksalsfäden). Die Zeit bewegt sich nicht wie ein Punkt vorwärts; vielmehr läuft sie wie ein Pinsel aus [...]. Und dieser aus Schicksalsfäden zusammengefügte Pinsel malt für jeden Menschen ein anderes Bild (S. 131). Der Autor Malt das Bild von Ginny, Kacl, Daniel, Max, Arthur, der drei Hexen und Katzen in einer Weltenlinie, die ein Riss in der Zeit von ihrer Vergangenheit abschneidet und deren Ende, der Terminus sie von jeder möglichen Zukunft trennt. Und so sind die Protagonisten mehr oder weniger sowohl von der Kausalität als auch von der Eventualität abgeschnitten, den beiden pulsierenden Wellen der Zeit. (S. 406) Dieser Satz sagt doch alles, oder?
Sprache ist für den Autor die DNA des Kosmos (S. 408), Bücher schützen vor dem Ende der Zeit und halten die Realität stabil. Die Liebe zu Bücher und die Idee einer Universalbibliothek verfolgte auch Andreas Eschmach in seinem Buch Quest: Roman, an welches mich dieser Roman stark erinnerte.
Das Buch ist poetisch. Der Autor entwirft eine Mythologie des Universums. Diese mythologischen Texte erinnern an viele religiöse Schriften und sind genauso verwirrend und unverständlich. Die Geschichte, die Prinzipien und die Handlung sind verwirrend wie die Quantenmechanik, auf der sie beruhen. Teilweise wurde englische Gedichte auch nicht übersetzt (S. 134), was bei Lesern, die es Englischen nicht mächtig sind, zu weiterer Verwirrung führen dürfte.
Fazit: Quantenphysik und Quantenmechanische Prinzipien als Roman mit poetischen und mythologischen Texten. Poetisch und verwirrend. Sicherlich nicht jedermanns Sache und eher schwere Kost.
Großartig
Datum:24.04.2010 - Rating: 5/5Da ich mich über die vielen negativen Rezensionen zu diesem Roman hier ärgere, muss ich mich selbst äußern.
Das Buch ist keine leichte Lektüre, aber auch nicht übermäßig anspruchsvoll (verglichen mit zB Hal Duncans "Vellum").
Bear liefert eine Vision der Menschheit in xxxMillionen Jahren und das tut er überzeugend.
Ich weiss nicht mehr von wem das Zitat stammt "ab einem gewissen Niveau ist Technik nicht mehr von Magie zu unterscheiden" (oder so ähnlich), aber genau das trifft es hier.
Ein anspruchsvoller, aber dennoch unterhaltsamer und spannender Roman über das Ende und den Neubeginn der Menschheit.
Wunderbar!
Wer allerdings leichte Kost bevorzugt, ist mit diesem Buch sicher nicht gut beraten.
zerfleddert
Datum:19.04.2010 - Rating: 1/5So ganz verstehe ich die Rezensenten hier nicht, die das Buch als zu schwer einstufen oder die davon berichten, es nicht vollständig gelesen zu haben. Im Grunde genommen gibt es nur wenige Szenarien, Handlungsstränge und nur sehr wenige Hauptpersonen. Bear hätte deswegen die Story auch wesentlich linearer erzählen können, aber er ist der schrecklichen Mode gefolgt, Handlungsstränge meist ohne Rücksicht auf dramaturgische Gesichtspunkte zu zerschnipseln, bis zeitweise Kapitel von noch nicht einmal eineinhalb Seiten Länge übrig bleiben, von denen die Hälfte noch Wiederholung ist, damit der Leser den Faden wiederfindet. Gerade an den Stellen, wo es nötig getan hätte, wurde dies aber vergessen und umgekehrt. So kommen nur wenige Nebengeschichten zustande, die dem Leser helfen, sich in die fremde Welt einzufühlen und die sind auch noch schwafelig erzählt. Der Erfolg dieser Verzettelung ist ein modisches Werk, das sich durch das dauernde Unterbrechen immer wieder selbst das Erzähltempo herausnimmt. Eigentlich soll mit kurzen Kapiteln das Gegenteil erreicht werden, indem mehrere unterschiedliche Handlungsstränge auf einen gemeinsamen dramaturgischen Höhepunkt zustreben. Das geschieht über hunderte von Seiten nicht. Bears Hoffnung, gute Kritiken für eine solche Gliederung zu erhalten, wodurch eher simple Inhalte einen intelligenten Anstrich erhalten könnten, erfüllt sich nicht: Dazu muss man diese Technik erst einmal beherrschen.
Wohl könnte man auf die Idee kommen, Greg Bear hätte versucht, das Undenkbare, das Unbeschreibliche zu beschreiben. Nun, das ist, wie die Worte es schon andeuten, auch gar nicht möglich und darum wahrscheinlich hat es Bear entgegen eigenem besseren Wissen im Verlauf der Geschichte rundweg aufgegeben, einen physikalischen Bodensatz zu liefern. So bei der Reduzierung der Zeit auf Vorgänge oder Erlebnisse. Was wunder, dass dann auch das Ende der Zeit (immerhin ist das Szenario lesenswert)nichts mehr mit physikalischen Kräften zu tun hat und die Geschichte, die schon von Anfang an mit ihren vielen Nullen dräute, ins Märchenhafte abzugleiten, nun im Horrorhaften, aber deswegen allzu Banalen, Gegenständlichen versinkt, Ungeklärtes trotz umfangreicher Vorbereitungen durch die vielen Kapitel und Geschehnisse, welche die Story nicht weiterbringen und auch die ohnehin düstere Stimmung nicht besser beschreiben helfen, einfach abbricht anstelle es gekonnt zu erfüllen, bis nur noch eine kindlich anmutende kleine Liebesgeschichte übrig bleibt, die im Paradies endet. Bear ist handwerklich an der potentiellen Großartigkeit seiner Idee gescheitert, ihm fehlten wohl die Einfälle, die seine frühen Werke förmlich sprühen ließen.
Leider bleibt so auch der augenzwinkernde Humor, der eine solche Geschichte mit all ihren offenkundigen Unglaublichkeiten und Klischees deutlicher begleiten könnte, doch sehr im Hintergrund und wird erst im Nachwort offenbar.
Da würde man sich freuen, wenn die nützlichen Buchstabenkäfer dieses Werk eines Tages mit ganz neuem Inhalt erscheinen ließen. Wenn die Kalkfürstin nichts dagegen hat, versteht sich.
Am Ende von Sein und Realität
Datum:15.12.2009 - Rating: 4/5Greg Bear scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, die Grenzen des Vorstellbaren auszudehnen. Dies zeigt sich auch bei anderen Büchern von Ihm und bestätigt sich auch mit der Stadt am Ende der Zeit. Es sind einige durchaus gruselig geniale Einfälle darin, die nicht im Detail erklärt werden müssen um ihr Potential zu entfalten, wenn Grundregeln unserer Realität systematisch in Frage gestellt werden.
Greg Bear ist in vielen Dingen eher ein Mathematiker, Philosoph oder Psychologe, wenn er sich mit seinen Büchern Dinge erarbeitet, für die es bislang weder Name noch Vorstellung gab. Auch in diesem Buch, geht es systematisch um das Ende alles Realem und dem was dahinter kommt. So bemerkenswert diese Aufgabe im Buch umgesetzt wird, sosehr wird doch auch klar, dass eine Beschreibung des Unbeschreibbaren ab einem gewissen Punkt scheitern muss und zurückfällt auf bekannte Denkmuster und Stereotype ohne die nurmehr Orientierungslosigkeit bliebe. Ich denke jedoch: Zum Glück passiert dieser teilweise Rückfall, denn sonst würden wir Leser hoffnungslos umherirren. So gesehen lotet Greg Bear den unscharfen Grat dessen aus, was sich gerade noch beschreiben oder erfasen lässt.
Der Inhalt bleibt so abstrakt wie diese Beschreibung und dennoch entspinnt sich eine gruselige Geschichte, die von Zerfall und Verwesung der Realität gekennzeichnet ist. Kein Buch für depressive Herbsttage, ausser man hat ein unerschütterliches Gemüt. Sonst gelangt man schnell in dieselbe Grundstimmung wie das Buch, das von grässlichen Vorzeichen kündet, welche das Verrotten aller Existenz wie Pestgeruch umfängt.
Eine gute Lektüre um sich geistig flexibel zu halten. Aber keine klare Dramaturgie, keine technologische Ausrichtung und keine leicht verdauliche Handlung. Wer sich dennoch traut und sich durcharbeitet wird vielleicht Zugang zu wirklich neuen Vorstellungswelten bekommen. Auf jeden Fall ist es kein billiger Abklatsch von bereits dutzendfach Bekanntem, sondern einmal mehr, echte Pionierarbeit die Greg Bear hier versucht.
